Zeit

Gestern, heute und morgen. Diese drei Wörter zeichnen trotz ihrer Einfachheit ein immenses Bild des Phänomens, das wir Zeit nennen. Es gibt nichts derart bedeutsames, das von der Menschheit jedoch so wenig beachtet wird. Die Zeit ist es, die Veränderung herbeiführt. Durch sie wird auch aus der Zukunft Vergangenheit – Möglichkeiten werden zu Tatsachen. Der Mensch versucht seit jeher, dieser Erscheinung durch Forschung Herr zu werden. Dies wurde nicht zuletzt durch Albert Einstein, dessen Relativitätstheorie einen deutlichen Fokus auf das Thema Zeit legte, bestärkt.

Beim nächsten Ton ist es 18:51 Uhr und 10 Sekunden

Jeder kennt diese Ansage, doch nur die wenigstens haben sich schon einmal gefragt, wie die nette Stimme zu den Daten kommt, die sie durchgibt. Die Berechnung der Zeit weist eine lange Entwicklung auf. Am Anfang standen die Sonnenuhren. Diese wurden später von mechanischen Geräten abgelöst bis daraufhin die digitale Zeitmessung aufkam.
So wurde die Zeit zu Beginn der Zeitmessung mittels der Erdrotation gemessen. Man entschied sich dazu, den Tag in verschiedene kleinere Einheiten aufzuteilen. So entstand der Tag mit seinen 24 Stunden, von denen wiederum jede in 60 Minuten und diese jeweils wieder in 60 Sekunden unterteilt wurden. Man kam zu den Uhrzeiten. Die Uhrzeit richtet sich also nach dem eigenen Standpunkt in Bezug auf die Sonne. Ist man ihr zugewandt, ist es Tag. Ist man ihr abgewandt, ist es Nacht.

Von der Greenwich Mean Time zur Koordinierten Weltzeit

Um die Uhrzeit auf der Erde bestimmen zu können, bedurfte es einer allgemeinen Größe. Die Lösung dafür war folgende: Die Uhrzeiten aller möglichen Standpunkte auf der Erde wurden von der Uhrzeit eines Ortes abgeleitet. Die Uhrzeit des Ortes, von dem alle anderen Zeiten abgeleitet wurden, wurde mittels der Sonne ermittelt. Der Standort ist Greenwich in England. In der Stadt liegt der Schnittpunkt des Nullmeridians und des 30. Breitengrades. Nun hat man festgelegt, dass es dort 12:00 Uhr Mittags ist, wenn die Sonne dort ihren höchsten Stand am Himmel hat. Standorte in anderen Zeitzonen leiten sich von dieser Zeit ab. So gilt in Deutschland die Greenwich Mean Time zuzüglich einer Stunde.
Die Greenwich Mean Time wurde 1972 von der Koordinierten Weltzeit abgelöst. Das Prinzip der Koordinierten Weltzeit war weiterhin das selbe. Die Zeit in den verschiedenen Zeitzonen wurde von einer bestimmten Zeitzone abgeleitet. Nur wurde als Zeiteinheit nicht mehr auf die Erdrotation zurückgegriffen. Hier wird ein sogenanntes Zeitnormal verwendet. Bei einem Zeitnormal handelt es sich um eine besonders genau gehende Uhr, nach der andere Uhren gestellt werden können. Bei der Koordinierten Weltzeit gibt es verschiedene Institute, die für die unterschiedlichen Zeitzonen die Abweichungen bestimmen, die aufgrund der nicht exakt 24 Stunden betragenden Tageslänge auftreten. Dadurch soll die Abweichung der abgeleiteten Zeit von der tatsächlichen Zeit möglichst gering gehalten werden.

Sommerzeit und Winterzeit

Da bei einer gleichbleibenden Zeitmessung über das komplette Jahr hinweg, die Zeit mit Tageslicht nicht sehr gut genutzt wurde, hat man die Sommerzeit eingeführt. Sie stammt ursprünglich aus Irland, wo man die Sommerzeit in der Tat aus dem Grund einführte, damit man die Zeit, zu der es hell ist, besser ausnutzen kann. So wird die Uhrzeit in den Sommermonaten stets um eine Stunde vorgestellt, sodass sich die Uhrzeit dem tatsächlichen Tagesverlauf besser anpasst. In Deutschland gilt dann zum Beispiel nicht mehr die Mitteleuropäische Zeit (MEZ), sondern die Mitteleuropäische Sommerzeit (MESZ).
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