Geschichte der Armbanduhr
Von der Taschenuhr zum Modeaccessoire. Was in den ersten Jahren der tragbaren
Uhren
für Männer noch als unadäquat galt und nur für Frauen gedacht war, hat sich bis heute zu
einem Modeutensil entwickelt, das jeder hat. Die
Armbanduhr ist mittlerweile nicht mehr nur
ein Werkzeug, um die Uhrzeit zu bestimmen. Sie gilt als Designerstück und kann viel mehr
als nur die Uhrzeit angeben.
Viel Mechanik in einem kleinen Gehäuse
Die erste nachweisbare tragbare
Uhr wurde um das Jahr 1500 gebaut. Hierbei handelte es sich
jedoch nicht um eine Armbanduhr, sondern vielmehr um eine Taschenuhr. Durch den technischen
Fortschritt, der es den Menschen möglich machte, Mechanik auf immer kleinerem Raum
unterzubringen, konnten die nötigen Teile eines Uhrwerks in eine handliche Form gebracht
werden. Damit war die erste Taschenuhr geboren, die zu der Zeit noch die Größe eines Eies hatte.
Mit der Wende zum 20. Jahrhundert ans Handgelenk
Mit der Wende zum 20. Jahrhundert wurde eine weitere Stufe technischen Fortschritts erreicht,
welche es nun ermöglichte, die Mechanik auf noch kleinerem Raum unterzubringen. Nun gelang
es, das Uhrwerk derart zu komprimieren, dass man es ohne Probleme an einem Armband
befestigen konnte. Durch die praktische Anwendung dieser neuen Erfindung wurde die
Taschenuhr nun schnell von der Armbanduhr verdrängt. Schnell kam es in Mode, eine
Armbanduhr zu tragen. Die Modelle sprossen nur so aus dem Boden und die Vielfalt entwickelte
sich mit immenser Geschwindigkeit. Jedoch wurden Armbanduhren in den ersten Jahren lediglich
von Frauen getragen. Männer trugen keine Uhren an den Handgelenken. Dies passte einfach
nicht. Der Krieg brachte was dies anging einen Sinneswandel. Die Soldaten erkannten schnell den
Vorteil eine Uhr am Handgelenk, die nicht erst aus der Tasche hervorgeholt werden musste. Und
so setzte sich die Armbanduhr auch beim männlichen Geschlecht durch.
Der weitere Fortschritt macht auch hier nicht Halt. Inzwischen gibt auch es auch für das Handgelenk eine
sprechende Uhr für Senioren, die die Zeit auf Knopfdruck ansagt.
Weg von der Mechanik – hin zur Elektronik
Während die ersten Armbanduhren noch zum Aufziehen waren, traten auch in Bezug auf die
Mechanik noch einige Neuerungen auf. So entstand die Automatikuhr, die nicht mehr manuell
aufgezogen werden musste, sondern durch Bewegung der Uhr automatisch aufgezogen wurde.
Später, Ende der 20er Jahre, wurde dann die Quarzuhr erfunden. Hier wurde auf den sogenannten
elektronischen Schwingkreis gesetzt, um die Uhrzeit anzuzeigen.
Die computerisierte Armbanduhr aus Japan
Aus Japan, wo sich eine eigene Uhrenindustrie entwickelt hatte, kam in den 70er Jahren eine völlig
neue Uhr auf den Markt. Die neue Uhr aus Japan setze nicht mehr auf eine mechanische Basis,
sondern auf eine computerisierte Steuerung. Diese Uhr erweiterte ihr Leistungsspektrum schnell
um ein Vielfaches. So konnte die Uhr nun nicht mehr nur die Uhrzeit anzeigen. Ab jetzt wusste die
kleine Uhr am Handgelenkt auch das Datum, den Wochentag und wusste sogar, ob es sich um ein
Schaltjahr handelt.
Die Armbanduhr als Schmuckstück
Die Armbanduhr ist heutzutage lange nicht mehr nur die Uhr selbst. Die Armbanduhr hat sich zu
einem Modeaccessoire entwickelt. Die Uhren gibt es in allen denkbaren Farben und Formen. Zu
jeder Modekollektion kann man auch die passenden Uhren kaufen. Die aktuellen Uhren werden
von richtigen Modetrends dominiert. Trotz dieser unterschiedlichen Trends findet man jedoch für
jeden Geschmack das Passende. Die kleinen Uhren, bei denen man eine Brille braucht, um die
Uhrzeit zu lesen, und die extravaganten Riesenuhren, die es schon erschweren, aufrecht zu
gehen.
Eins steht auf jeden Fall fest: Die Wissenschaft mag noch so viele Fortschritte machen – die
Armbanduhr wird noch eine lange Zeit an den Handgelenken der Menschen zu finden sein, um die
Frage nach Zeit auch weiterhin beantworten zu können.
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