Materialien für Armbanduhren
Die Geschichte der Armbanduhr ist lang und dem entsprechend hat sich in der Entwicklung
von der ersten tragbaren bis zur heutigen Armbanduhr viel getan. Dieser
Entwicklungsprozess macht sich nicht nur in der Technik bemerkbar, sondern auch in den
verwendeten Materialien. Von Edelstahl und Platin über Gelbgold bis hin zu Stein und Holz
reicht die Bandbreite der Materialien, aus denen Armbanduhren gemacht werden.
Die Hülle für das nie stillstehende Uhrwerk
Der Teil einer Uhr, der dem Betrachter als erstes ins Auge fällt, ist das Gehäuse. Das am
häufigsten verwendete Material für Gehäuse von Armbanduhren ist heutzutage Edelstahl. Der
Glanz und das edle Aussehen haben diesem Rohstoff zum Erfolg verholfen. Jedoch auch die
stetige Weiterentwicklung in der Verarbeitung und Aufbereitung für das Gehäuse hat den Stoff
Edelstahl zu dem gemacht, was er heute für die Uhrenherstellung bedeutet.
Meist gilt: Je höher der Preis einer Armbanduhr ist, desto wertvoller und qualitativ hochwertiger ist
auch das benutzte Material. So ist es natürlich selbstverständlich, dass für Uhren, deren Gehäuse
vergoldet oder gar komplett aus Gold gegossen wurden, mehr bezahlt werden muss als zum
Beispiel für die Armbanduhr aus Plastik aus dem Discounter.
Bei der Herstellung von Uhrengehäusen sind der Kreativität keinerlei Grenzen gesetzt.
Grundsätzlich lässt sich aus jedem Feststoff ein Uhrengehäuse herstellen. So dienen auch
Reintitan, Aluminium, Tantalium und High-Tech-Keramik als Grundmaterial bei der Herstellung von
Uhrengehäusen.
Der Stoff, aus dem die Zeit gegossen ist
Das Innere einer Uhr, das der Träger eigentlich überhaupt nicht zu Gesicht bekommt, stellt sehr
hohe Ansprüche an das Material. Auf kleinstem Raum muss eine über eine lange Zeit hinweg
entwickelte Mechanik reibungslos ablaufen. So muss sich auch die Abnutzung des Materials in
Grenzen halten, damit der Uhrenbesitzer auch einen gewissen Zeitraum etwas von seiner Uhr hat.
Die Materialien, aus denen die Mechanik von Armbanduhren hergestellt wird, sind meistens
hochwertige Metalle, um diesen Anforderungen gerecht zu werden.
Als bekanntestes Material neben den Rohstoffen für Mechanik selbst leistet das Quarz seinen
Dienst in der Armbanduhr. Als taktgebendes Element trägt der Quarz durch seinen Schwingkreis
dazu bei, dass wir die Zeit von der Uhr ablesen können.
Mit der wichtigste Bestandteil der Armbanduhr
Gemeint ist das eigentliche Armband, mit dem die Uhr am Handgelenk festgemacht wird. Hier
haben sich im Groben zwei Kategorien etabliert. Die Armbänder der ersten Kategorie bestehen
allesamt aus einem Stück und sind elastisch. Als Beispiel kann man ein Lederarmband anführen.
Die zweite Gruppe ähnelt vom Aufbau eher einer Kette. Es geht um die Art von Armbändern, die
nicht selten, genau wie das Gehäuse, auch aus Edelstahl besteht und somit in kleine Glieder
unterteilt ist, damit ein elastisches Band entstehen kann. Als führendes Material hat sich das Leder
durchgesetzt, gefolgt von Kunststoff, Textil und exotischeren Stoffen wie Fischhaut. Eher im Luxussegment anzusiedeln und als Zeichen von Extravaganz anzusehen sind Armbänder mit Verzierungen aus Gold oder anderen Edelmetallen sowie Armbänder, die mit Edelsteinen oder
Perlen verziert sind.
Uhrenpflege für die lange Lebensdauer
Ein Uhrwerk ist ein komplexes Gebilde, welches ununterbrochen schwere Arbeit leistet. Es gilt
also, dieses Stück zu pflegen. Dazu sollte man zunächst beachten, dass man seine
Uhr von
gewissen Stoffen und Umständen fernhält. So ist es zum Beispiel ratsam, seine Uhr von stärkeren
Magnetfeldern fernzuhalten, da diese die Mechanik beeinflussen können. Auch Chemikalien und
starke Sonnenstrahlen sind nur für wenigsten Uhren gut.
Aufgrund der Beanspruchung der Mechanik sollte man Uhren ab einem bestimmten Wert in
regelmäßigen Abständen warten lassen. Dies kann bei dem nächsten Uhrenhändler geschehen.
Als Zeitraum nimmt man hier drei bis fünf Jahre. Der genaue Zeitpunkt hängt natürlich vom Zustand der Uhr ab. Wichtig ist auch, dass man
Uhren, die regelmäßig Wasser ausgesetzt sind, ab
und zu auf ihre anhaltende Dichtigkeit prüfen lässt.
Der eigentliche Gebrauchsgegenstand bei einer Armbanduhr ist das Armband selbst. Je nach
Material sollte es alle zwei Jahre gewechselt werden. Vor allem Leder- und Textilarmbänder, die
aufgrund der Transpiration oft schnell ihre Konsistenz einbüßen, sollten regelmäßig ausgetauscht
werden.
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