1980er Jahre: Quarzgesteuerte Armbanduhren mit analoger Anzeige

Auf dem Massenmarkt waren die ersten quarzgesteuerten Armbanduhren nur mit Digitalanzeige zu finden. Ein bekannter Witz bezeichnete die klassischen Analoguhren als dünne Berguhren im Gegensatz zur dicken Taluhr (Digitaluhr – „Dicketaluhr“). Schon Ende der 1970er Jahren setze sich jedoch ein neuer Trend durch, der sich bis heute gehalten hat: Die analoge Anzeige wird bevorzugt, für die Ganggenauigkeit sorgt allerdings ein Quarz. Daneben konnten auch die komplett analogen Uhren ihren Markt zurückerobern, da sich der Unterschied der Ganggenauigkeit im Alltag als wenig interessant erwies. Als weitere Variante ist seit vielen Jahren die Funkuhr zu haben, aber auch sie konnte ihren Vorteil bei der Genauigkeit nicht wirklich zu einem Sieg über die Konkurrenz gedeihen lassen. Mal abgesehen von kleineren Erfolgskurven bei der Einführung der Digitaluhr und der Einführung der Funkuhr ist die mechanische Uhr nach wie vor Marktführer.

Längere Betriebssicherheit

Dafür sprechen durchaus sachliche Gründe. So hat die mechanische Uhr in den meisten Fällen eine höhere Lebenserwartung. Tests haben schon in den 1980er Jahren gezeigt, dass die feine Elektronik der Quarzuhren vergleichsweise stoßempfindlich ist. Zwar sorgte der simulierte Aufprall aus einem Meter Höhe auf eine Hartholzplatte nicht immer für Gangungenauigkeiten, aber erstaunlich häufig kam es zur Zerstörung von Zifferblatt oder Zeigern. Bei diesen Tests zeigen sich mechanische Uhren stabiler und lassen sich zudem einfacher reparieren, wenn doch etwas beschädigt ist. Bei elektronischen Uhren (quarz- oder funkgesteuert) lohnt sich oft der Aufwand nicht.

Gefahr durch Wasser und Feuchtigkeit

Nicht ganz den Erwartungen gerecht werden elektronische Uhren auch bei der Widerstandskraft gegen Feuchtigkeit oder gar Wassereinbruch. Auch hier ist der Schaden deutlich umfangreicher und komplizierter als bei mechanischen Uhren. Dies gilt vor allem dann, wenn die Feinmechanik einer klassischen Uhr aus hochwertigen Materialien hergestellt wurde. Eine weitere Schwachstelle in Bezug auf Feuchtigkeit ist der Batteriewechsel. Elektronische Uhren sind auf Strom angewiesen, wofür in der Regel Knopfzellen verwendet werden. Nicht selten sorgt der erste Batteriewechsel sowohl für den Transport von Feuchtigkeit (Berührung durch Finger) in das Gehäuse als auch für eine Zerstörung der wasserabweisenden Dichtung. Dies passiert dann leider auch schon mal in der Reparaturabteilung des Uhrenhandels und bleibt daher vom Kunden unbemerkt.

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